Das Wichtigste in Kürze
- Normale Gebrauchsspuren passend zu Alter und Laufleistung zahlen Sie nicht.
- Schäden darüber hinaus berechnet der Leasinggeber nach Gutachten.
- Kleine Schäden vorher reparieren zu lassen ist oft günstiger.
- Ein Check vor der Rückgabe zeigt, was sich lohnt und was nicht.
Inhalt (6 Abschnitte)
Was als normale Abnutzung gilt
Ein Auto, das drei oder vier Jahre gefahren wurde, darf so aussehen. Leichte Gebrauchsspuren, die zu Alter und Laufleistung passen, gehören zur normalen Abnutzung. Was genau darunter fällt, regelt Ihr Leasingvertrag. Viele Leasinggeber und Gutachterorganisationen haben dafür eigene Kataloge.
Als Faustregel gilt: Spuren des normalen Gebrauchs sind in Ordnung, Schäden nicht. Ein feiner Waschkratzer ist Gebrauch, eine Delle von einem Parkrempler ist ein Schaden.
Was Gutachter häufig berechnen
Bestimmte Schäden tauchen in Rückgabegutachten immer wieder auf:
- Dellen und Beulen, auch kleine an Türen und Kotflügeln
- Kratzer, die bis in den Basislack oder tiefer gehen
- Schrammen an Stoßfängern und Außenspiegeln
- Bordsteinschäden an Felgen
- Steinschläge in der Frontscheibe
- Flecken, Brandlöcher und Risse im Innenraum, starke Gerüche
Vorher reparieren oder berechnen lassen?
Das hängt vom Schaden ab. Der Leasinggeber rechnet meist mit den Preisen einer Werkstatt und oft mit dem Ersatz ganzer Teile. Mit Smart Repair wird dagegen nur die Schadenstelle instand gesetzt. Bei kleinen Kratzern, Dellen und Kunststoffschäden ist das häufig günstiger als die Berechnung im Gutachten.
Es gibt aber auch Schäden, bei denen sich eine Reparatur vorher nicht lohnt, weil sie im Rahmen der normalen Abnutzung liegen. Deshalb sehen wir uns das Auto an, bevor wir etwas empfehlen. Der Leasing-Check bei uns ist kostenlos.
Wichtig: Reparaturen an Leasingfahrzeugen müssen fachgerecht sein. Wir arbeiten nach Herstellervorgaben und mit Originalersatzteilen.
Aufbereitung vor der Rückgabe
Ein sauberes Auto macht beim Gutachter einen anderen Eindruck als ein verschmutztes. Starke Verschmutzung im Innenraum kann sogar extra berechnet werden. Eine gründliche Innenreinigung und eine Außenwäsche vor dem Termin lohnen sich fast immer.
So bereiten Sie die Rückgabe vor
- Leasingvertrag und Rückgabebedingungen lesen.
- Einige Wochen vor der Rückgabe das Auto prüfen lassen.
- Sinnvolle Reparaturen machen lassen, Rest dokumentieren.
- Auto innen und außen reinigen lassen.
- Bei der Rückgabe Fotos machen und beim Gutachten dabei sein.
Häufige Fragen
Muss ich bei der Rückgabe dabei sein?
Sie müssen nicht, es ist aber sinnvoll. Wer dabei ist, kann Fragen stellen und sieht, was festgehalten wird.
Darf ich ein Leasingauto bei einer freien Werkstatt reparieren lassen?
Das regelt Ihr Vertrag. In der Regel ja, wenn die Reparatur fachgerecht nach Herstellervorgaben erfolgt.
Wie früh sollte ich den Check machen?
Am besten einige Wochen vor der Rückgabe, damit genug Zeit für Reparaturen bleibt.

Über den Autor
Inhaber, Colortronix Lackrettung Nürnberg · 30 Jahre Erfahrung
Tobias Schorer, Inhaber von Colortronix in Nürnberg, arbeitet seit 1996 mit Lack, Leder und Kunststoff und schreibt aus der Praxis.




